Jusos im Unterbezirk Fürth und AG SPD 60plus im Unterbezirk Fürth • 12. November 2014

Fünftes Generationenforum der Jusos und der der AG 60plus: Erwerbstätigenversicherung als gesamtgesellschaftliches Projekt

Von Felix Griener

Noch mit einem Fragezeichen hinter der Zukunft veranstalteten die Jusos und die AG 60plus im SPD-Unterbezirk Fürth anfang November ihr inzwischen fünftes gemeinsames Generationenforum, turnusgemäß als Seminar. Um ein Ergebnis vorwegzunehmen: Nach intensiven Diskussionen und interessanten Vorträgen war für alle Teilnehmer eines klar - die Rente der Zukunft kann nur die Erwerbstätigenversicherung sein!

In der erst seit Sommer 2014 nach aufwendigen Renovierungsarbeiten durch die Arbeiterwohlfahrt Fürth wieder zugänglich gemachten Max-Seidel-Begegnungsstätte eröffnete der Unterbezirksvorsitzende der Jusos Felix Griener das 5. Fürther Generationenforum und hob in seiner Begrüßung der Seminarteilnehmer insbesondere positiv hervor, dass die 30 Teilnehmenden nahezu gleichmäßig von den Jungsozialisten und der AG 60 plus gestellt wurden – ein eindeutiges Zeichen, dass Rente kein Thema ist, dass den jungen Menschen egal ist.

Dietrich Vogel, Vorsitzender AG 60 plus im Unterbezirk Fürth führte in den geplanten Tagesablauf ein, erinnerte aber gleichzeitig an die für die Fürther SPD historische Stätte des Generationenforums. Neben hitzigen Sitzungen und Diskussionen bereits in den siebziger Jahren erinnerte er auch an die „Fränkische Tagespost“, die vor über 100 Jahren am Seminarort Hirschenstraße 24 als sozialdemokratische Zeitung herausgegeben wurde.

Nach einem Vortrag durch eine Mitarbeiterin der Deutschen Rentenversicherung über die Aufgaben der Deutschen Rentenversicherung und Begrifflichkeiten und die derzeitige Funktionsweise des Alterssicherungssystems führte Dietrich Vogel in einem kurzweiligen Referat über die Rentenreform 1957 bis zur Beschlusslage der SPD in den letzten Jahren weiter in das Thema ein. Abgerundet wurde der erste Seminarteil durch eine Vorstellung der Positionen der Jungsozialisten in der SPD, die sich bereits 2011 in einem Positionspapier für eine Erwerbstätigenversicherung eingesetzt hatten.

Dem gemeinsamen Mittagessen der Teilnehmer, welches bereits durch intensive Diskussionen geprägt war, folgte ein Grußwort des Unterbezirksvorsitzenden Carsten Träger MdB, der insbesondere seinen Respekt für die wichtige, generationenverbindende Bildungsarbeit des Generationenforum für die SPD ausdrückte. Im folgenden Vortrag wurde den Teilnehmern durch Anja Klier, Regionssektretärin des DGB Mittelfranken, das vom DGB gemeinsam mit dem Volkssolidarität Bundesverband e.V. und dem Sozialverband Deutschland (SoVD) erarbeitetes Konzept zu einer Erwerbstätigenversicherung vorgestellt. In der anschließenden Kleingruppenarbeit erarbeiteten die Teilnehmer sowohl ihre Forderungen nachdem „Was“ sich am derzeitigen Rentensystem ändern sollte, als auch die Frage „Wie“ diese Ziele erreicht werden können. In einer anschließenden Abschlussdiskussion wurden diese Ergebnisse zusammengefasst.

Die Jusos und die AG 60 plus im Unterbezirk Fürth wollen diese Ergebnisse nun nachbereiten und insbesondere in die SPD tragen. Klar wurde in der Diskussion aber auch ebenso deutlich, dass eine Veränderung hin zu einer breit aufgestellten, gerechten Erwerbstätigenversicherung, die Lebensstandardsicherung und Armutsfestigkeit biete, nur durch einen gesamtgesellschaftlichen Konsens ermöglicht werden kann. Hier ist es an der Zeit die öffentliche Debatte nicht auf das Drehen an Stellschrauben im System der gesetzlichen Rentenversicherung zu beschränken, sondern das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer grundsätzlichen, über Legislaturperioden hinaus wirkenden Reform zu schaffen.

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