AG SPD 60plus im Unterbezirk Fürth • 21. Juni 2015

SPD AG 60 plus im Unterbezirk Fürth fordert vollständig neues System für die Erwerbstätigenversicherung

Von Dietrich Vogel

Die Arbeitsgemeinschaft 60 plus im SPD-Unterbezirk Fürth hat sich zur Sicherung der Altersvorsorge auf ihrer jährlichen Unterbezirkskonferenz mit der Einführung einer völlig neuen Erwerbstätigenversicherung unter Berücksichtigung aller Einkommensarten beschäftigt. Ausgehend von einem Workshop mit den Jusos im Rahmen des Generationenforums im vergangenen Jahr waren sich die Anwesenden einig, dass die Finanzierung der zukünftigen Altersversorgung neu geregelt werden muss: Die Berücksichtigung aller Einkommensarten soll die finanzielle Basis der Versicherung erheblich erweitern. Ein entsprechender Antrag für die Bundeskonferenz der SPD AG 60 plus in Rostock wurde beschlossen.

Im Herbst soll eine öffentliche Veranstaltung des Fürther Generationenforums über die Notwendigkeit einer Erwerbstätigenversicherung für alle informieren, damit die dramatische Entwicklung der Altersarmut endlich einer breiteren Öffentlichkeit bewusst wird sowie Druck auf die verantwortlichen Politiker aller Parteien erzeugt wird, damit sich diese endlich mit einer langfristigen Lösung befassen. Wissenschaftler haben seit Jahren auf die Problematik hingewiesen, aber erforderliche gesetzliche Maßnahmen sind bisher ausgeblieben.

Im öffentlichen Teil sprach der SPD-Bundestagsabgeordnete Carsten Träger  zur „Digitalisierung im demographischen Wandel“. Einerseits ist das Internet mit den vielfältigen Möglichkeiten der Datenverarbeitung im Alltag, in der Arbeitswelt, dem Gesundheitswesen, in den Verwaltungen nicht mehr wegzudenken. Andererseits birgt die Digitalisierung auch viele Gefahren bei der massenhaften Datensammlung. Datenspeicherung, Hackerangriffe bis in den Bundestag sind dabei die aktuellen Themen. Auch immer mehr Bürgerinnen und Bürger über 60 nutzen das Internet. In der Altersgruppe der 60- bis 69-jährigen nutzen immerhin schon über 60 % die neuen Kommunikationsmöglichkeiten, bei den Älteren sind es bereits über 28 % bei steigender Tendenz. Aber ein Großteil der Rentnerinnen und Rentner kann sich die neue Technik auch in Zukunft sicher nicht leisten.

Zurück nach oben Zurück zur vorherigen Seite