Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der SPD Fürth • 19. November 2015

Infostand der Lesben und Schwulen in der Fürther SPD zum Welt-Aids-Tag

Von Matthias Dornhuber

Seit 1988 wird jährlich am 1. Dezember der Welt-Aids-Tag begangen - zum 28. Mal findet er damit in diesem Jahr statt. Mit zahlreichen Aktionen erinnern Regierungen, Organisationen und Vereine weltweit an diesem Tag an HIV und Aids, und rufen dazu auf, aktiv zu werden und Solidarität mit den von HIV betroffenen Menschen zu zeigen. In Fürth haben sich die die Arbeitsgemeinschaften der Lesben und Schwulen der SPD Mittelfranken und der Fürther SPD zusammengetan und wollen den Verantwortlichen in Politik, Medien, Wirtschaft und Gesellschaft sowie den Bürgerinnen und Bürgern ins Gedächtnis rufen, dass die schreckliche Krankheit längst noch nicht besiegt ist.

"Nur 37 % der weltweit Betroffenen haben Zugang zu den lebensnotwendigen Medikamenten", stellt Willi Kreß fest, der Vorsitzende der Fürther Arbeitsgemeinschaft, "und das bedeutet: 2/3 der 35 Millionen HIV-Infizierten hat diesen Zugang nicht. Das ist die traurige Realität." Dank der Entwicklung neuer Medikamente sei es in Deutschland - wo 80.000 Menschen mit dem Virus infiziert sind - ruhiger um HIV geworden, doch kommt es weltweit pro Jahr zu ca. 2,1 Millionen  Neuinfektionen, davon etwa 240.000 bei Kindern. "Dank der Kombinationstherapien wurde hierzulande aus einer tödlichen Krankheit eine chronische Erkrankung", so Kreß, "doch die mit dem Virus verbundene Diskriminierung und Stigmatisierung ist geblieben."

Sichtbarkeit sei wichtig, um Vorurteile zu überwinden. Deshalb steht die Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter dem Motto "Positiv zusammen leben" und fragt: "Was wäre, wenn der Mensch Dir gegenüber HIV hätte? Was würdest Du tun?" Die meisten Menschen wissen, dass sie im Alltag vor einer Infektion mit HIV sicher sind. Aber in den Situationen, in denen es auf dieses Wissen ankommt, vertrauen manche doch nicht darauf – die Ängste sind stärker.

Die schwule Community ist traditionell eng mit der AIDS-Hilfe und der HIV-Prävention verbunden. "Uns ist aber wichtig, dass HIV nicht mit einer sexuellen Orientierung oder einer bestimmen Lebensweise verbunden ist", stellt Kreß abschließen klar. "Es ist eine furchtbare Krankheit, an der über 39 Millionen Menschen verstorben sind - jeden Geschlechts, jeden Alters, jeder sexuellen Orientierung. Es ist eine Herausforderung für die Menschheit, und wir müssen alles tun, was wir können, um es einzudämmen und eines Tages vielleicht zu besiegen."

 

 

Zurück nach oben Zurück zur vorherigen Seite