Jusos im Unterbezirk Fürth und AG SPD 60plus im Unterbezirk Fürth • 16. März 2016

Anette Kramme, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, kommt zum Generationenforum der Jusos und der AG 60plus nach Fürth

Von Matthias Dornhuber

Seit 6 Jahren veranstalten die Jusos und die AG 60plus der SPD im Unterbezirk Fürth gemeinsam das Fürther Generationenforum - immer abwechselnd als gemeinsames Seminar und als öffentliche Diskussionsveranstaltung. Im letzten Jahr haben sich die "Jungen" und die "Alten" der SPD intensiv mit dem Konzept der Erwerbstätigenversicherung auseinandergetzt, einer Rentenversicherung für alle. Für die diesjährige Podiumsdiskussion zum selben Thema konnten sie nun eine hochkarätige Fürsprecherin gewinnen: Gemeinsam mit örtlichen Vertretern von Selbständigen, Beamten und Gewerkschaften wird die parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales und Bayreuther SPD-Bundestagsabgeordnete Anette Kramme am 8. April 2016 um 17 Uhr in der Max-Seidel-Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt Fürth über die Möglichkeiten und Probleme der Altersversorgung der Zukunft diskutieren.

Bereits im Jahr 2009 hat die SPD auf Ihrem Bundesparteitag beschlossen, die bereits erarbeiteten Konzepte zur Reform der Sozialversicherungen in einem „Leitbild Bürger-Sozialstaat“ bündeln. Neben der Bürger-Kranken- und Pflegeversicherung sowie der Arbeitsversicherung soll darin auch die Erwerbstätigenversicherung in der Rente enthalten sein. Die Idee der Erwerbstätigenversicherung in der Rente meint dabei ein System, in dem alle obligatorischen Alterssicherungssysteme zusammengeführt und alle Erwerbstätigen (Arbeitnehmer, Beamte und Selbständige) in einer gemeinsamen Versicherung zu gleichen Konditionen abgesichert werden.

Dabei handelt es sich nicht nur um ein theoretisches Konzept, wie der Blick in unsere Nachbarländer zeigt. Um den Beitragssatz zu stabilisieren wurde in Deutschland das Niveau der „ersten Säule“ des Rentensystems, die umlagefinanzierte Gesetzliche Rentenversicherung, deutlich reduziert; die geringeren Leistungen sollten vor allem die private, aber staatlich subventionierte, Riester-Vorsorge ausgleichen. Österreich dagegen hat sich bereits auf den Weg zu einer Erwerbstätigenversicherung gemacht: Dort konzentriert sich die Altersversorgung nach wie vor weitgehend auf die umlagefinanzierte Gesetzliche Rentenversicherung, in die auch die Selbständigen einbezogen wurden und deren Bestimmungen schrittweise für Beamte zur Anwendung kommen. Auch das Mischsystem der Schweiz weist Merkmale der Erwerbstätigenversicherung auf.

Die Zusammenführung der verschiedenen Alterssicherungssysteme in Deutschland wäre gleichwohl eine große Herausforderung; noch größer aber sind angesichts des demografischen Wandels die Herausforderungen für unser Rentensystem. Themen genug also zur Diskussion auf dem Fürther Generationenforum mit Staatssekretärin Anette Kramme.

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