Fürther Jusos • 21. Oktober 2016

Fürther Jusos: CSU und JU in Fürth haben seltsames Verständnis von Dialog in Schliemannfrage

Die Briefkampagne der JU und das Verhalten der Fürther Union in der Schliemannfrage stößt bei den Fürther Jusos auf größtes Unverständnis. Für die beiden ehemaligen Schülersprecher und stellvertretenden Juso-Vorsitzenden Alexander Fuchs und Maurice Guglietta stellen die Äußerungen von Schulpfleger Wagner und JU-Sprecher Otte reine Selbstprofilierung dar – schließlich hat der Oberbürgermeister seit die Variante eines Neubaus an der Wolfsgrubermühle möglich geworden ist unmissverständlich klargestellt, dass es keine Entscheidung über den Willen der Schulfamilie hinweg geben wird.

„Dass der Schulpfleger bereits am Tag nach der Veröffentlichung der Pläne in den Fürther Nachrichten der Diskussion der gesamten Schulfamilie vorgreift und sein ‚Veto‘ ausspricht, war für uns daher schon sehr erstaunlich. Oberbürgermeister und SPD-Fraktion stehen dazu, dass die Entscheidung über einen möglichen Umzug nicht die Stadtspitze, sondern die Schule selbst treffen wird“, so Stadtrat Guglietta.

„Auch die Ankündigung der JU jetzt eine Briefkampagne starten zu wollen, ist ohne Maß und schießt weit über das Ziel hinaus“, meint Fuchs. „Die Entscheidung über einen Umzug des HSG obliegt der Schulfamilie, also den Lehrerinnen und Lehrern, Eltern, Angestellten, Schülerinnen und Schülern. Deren Diskussion sollte auch Herr Otte erst einmal abwarten und konstruktiv begleiten. Statt voreilig Briefe an das Rathaus zu schicken, sollte auch die JU das Entscheidungsprivileg der Schule respektieren. Eine so grundlegende Diskussion sollte die Schulfamilie in Ruhe und unter sachlicher Abwägung aller Vor- und Nachteile der einzelnen Varianten führen können, ohne dass politische Akteure zur Selbstprofilierung mit polemischen Stellungnahme und Aktionen von außen Druck auf sie ausüben.“

Für die Fürther Jusos steht fest, dass die JU die Vorgehensweise nicht verstanden hat: Die Stadtspitze und die Verwaltung versuchen händeringend und engagiert die besten Lösungsvorschläge zu unterbreiten und jede Möglichkeit auszuloten, wie die seit Jahren bestehende Raumnot entschärft und Unterricht mit möglichst wenig Störung durch Baulärm gewährleistet werden kann. Die Entscheidung, welchen Weg sie gehen will, trifft dann die Schulfamilie. Eine einseitige Festlegung vonseiten der Stadt, wie es Otte suggeriert, gibt es dabei nicht.

„Die Aussagen und Aktionen von Wagner und Otte zeigen wieder einmal, welch seltsames Verständnis von Dialog die Fürther CSU und JU in dieser Frage an den Tag legen“, sind sich die beiden stellvertretenden Juso-Vorsitzenden einig. Konstruktive Kommunalpolitik im Ringen um die beste Lösung geht anders.

 

Foto: Jan Eric Loebe / Wikimedia Commons: Janericloebe. CC BY 3.0.

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