Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der SPD Fürth • 25. November 2016

MAPPLETHORPE - Sondervorstellung der Lesben und Schwulen in der Fürther SPD zum Welt-AIDS-Tag

Von Matthias Dornhuber

Weltweit leben etwa 36,7 Millionen Menschen mit HIV. Rund 2,1 Millionen kommen pro Jahr dazu. Noch lange haben nicht alle Zugang zu den lebensnotwendigen Medikamenten. Und noch immer erleben Betroffene Ausgrenzung und Stigmatisierung. Am 1. Dezember findet deshalb jedes Jahr der Welt-AIDS-Tag statt. Ziel ist es, dafür zu sensibilisieren, wie wichtig ein Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung ist – und zu zeigen, dass wir alle positiv zusammen leben können. Zum Welt-ADIS-Tag 2017 zeigen die Lesben und Schwulen in der Fürther SPD, das Bablyon Kino am Stadtpark Fürth und die AIDS-Hilfe Nürnberg-Fürth-Erlangen e.V. am 6. Dezember um 19 Uhr eine Sondervorstellung von MAPPLETHORPE - LOOK AT THE PICTURES.

Der Welt-AIDS-Tag dient auch dazu, Verantwortliche in Politik, Medien, Wirtschaft und Gesellschaft - weltweit wie auch in Europa und Deutschland - daran zu erinnern, dass das HI-Virus noch längst nicht besiegt ist. Auch, damit überall die notwendigen Mittel bereitgestellt werden und sich Vorbeugung, Aufklärung, Behandlung und Hilfe für die Betroffenen an ihren Lebensrealitäten orientieren können - nur 37% der Betroffenen weltweit haben Zugang zu Medikamenten.

  • Weltweit leben etwa 36,7 Millionen Menschen mit HIV.
  • Pro Jahr kommt es zu ca. 2,1 Millionen Neuinfektionen, davon etwa 240.000 bei Kindern.
  • Nur 46 Prozent der Betroffenen haben bislang Zugang zu den lebensnotwendigen Medikamenten.
  • Seit Anfang der 80er Jahre bis 2013 haben sich etwa 78 Millionen Menschen mit HIV infiziert; 39 Millionen Menschen sind bereits an den Folgen gestorben, 2015 waren es weltweit etwa 1,1 Mio. Menschen.
  • Mit fast 70% aller HIV-Neuinfektionen ist Afrika südlich der Sahara am stärksten betroffen.
  • Besonders in Ost-Europa und Zentralasien ist die Zahl der Neuinfektionen deutlich gestiegen, 2015 allein um 190.000.
  • In Deutschland leben heute rund 85.000 Menschen mit HIV.
  • Etwa 30.000 Menschen sind bisher in Deutschland an den Folgen von AIDS gestorben.

Auch der Fotokünstler Robert Mapplethorpe starb 1989 an HIV. „Look at the pictures – seht euch die Bilder an!” Mit diesen Worten prangerte Senator Jesse Helms das Werk von Robert Mapplethorpe im Kongress an. Fünfundzwanzig Jahre später tut der erste umfassende Dokumentarfilm über den Künstler genau das – mit uneingeschränktem Zugang zu seinem Werk, den schönheitstrunkenen Bilden von schwulem Sex, Blumenstilleben, Akten von schwarzen Lovern, High-Society-Porträts und S&M-Praktiken. Die wichtigste Stimme in diesem Dokumentarfilm ist dank wiederentdeckter Interviews Mapplethorpe selbst. Offen und ehrlich spricht er über sein Leben, seine Lieben und sein Werk. Das Resultat ist das faszinierende Porträt eines Künstlers, der sein Leben nicht nur dem Ziel widmete, reich und berühmt zu werden, sondern zugleich der Fotografie die überfällige Anerkennung als Kunst zu verschaffen.

Diskriminierungserfahrungen und die Angst vor Zurückweisung und Ablehnung führen dazu, dass Menschen mit HIV oft den engsten Freunden und der Familie nicht von ihrer Infektion erzählen. HIV verschwindet so zunehmend aus der öffentlichen und privaten Wahrnehmung, während gleichzeitig die Schwelle sich mitzuteilen, für die Betroffenen höher wird. In der Kampagne wird dazu angeregt, die Perspektive eines Menschen mit HIV einzunehmen und so die eigene Einstellung sowie das Wissen hinsichtlich HIV/AIDS zu überprüfen. Die Lesben und Schwulen in der Fürther SPD unterstützen deshalb auch die Kampagne der deutschen AIDS-Hilfe gegen Ausgrenzung von Menschen mit HIV zum Welt-AIDS-Tag 2016.

Der Eintrittspreis beträgt einheitlich 5 Euro, Karten können telefonisch unter 0911 7330966 oder online auf htto://www.babylon-kino-fuerth.de reserviert werden.

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