Arbeitsgemeinschaft SPDqueer Fürth • 2. Mai 2017

AG SPDqueer Fürth wählt neuen Vorstand - Homosexualität im Alter und Diskriminierung bei der Blutspende als Themen für das kommende Jahr

Von Matthias Dornhuber

Auf ihrer Jahreshauptversammlung am Freitag, den 28. April 2017, wählten die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft SPDqueer Fürth (früher: Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der SPD) einen neuen Vorstand: Vorsitzender bleibt weiterhin der 47-jährige Vacher Willi Kreß, zu seinen zwei neuen Stellvertretern gewählt wurden Tobias Möller, 31 Jahre alt und aus der Südstadt, sowie Julian Pecher, 25 Jahr alt uns aus der Weststadt. Nicht mehr angetreten war Antonios Moumouris, der die Arbeitsgemeinschaft in den vergangenen zwei Jahren seit ihrer Wiedergründung gemeinsam mit Kreß geführt hatte und für dessen Einsatz sich dieser herzliche bedankte. Für das kommende Jahr legte die AG mehrere Schwerpunkte fest: Homosexualität im Alter, der diskriminierende Ausschluss von der Blutspende und natürlich die Beteiligung am Bundestagswahlkampf.

Bei seinem Rückblick auf das vergangene Jahr konnte Kress ein durchweg positives Fazit sehen: So gelang es der damals noch als Schwusos firmierenden Arbeitsgemeinschaft, sich als MItveranstalter der schwul-lesbischen Filmreihe RAINBOW MOVIES im Babylon Kino als Ansprechpartner für queere Belange in der Community zu etablieren. Auch in der Presse waren die Schwusos als einzige queere Organisation mehrfach vertreten. Mit der Veranstaltung zum Thema „Regenbogenfamilien – ähnlich und doch anders?“ schließlich konnten sie die Aufmerksamkeit der Fürther SPD, ihrer Stadträte und der Stadtverwaltung auf die Lebenswirklichkeit dieser Familien und die Hindernisse gelenkt, denen sich schwule und lesbische Paare bei der Familiengründung gegenübersehen. 

Diskriminierung im Alltag, Homosexualität im Alter und Ausschluss von der Blutspende als Schwerpunktthemen

Auch für das kommende Jahr hat sich der neue Vorstand viel vorgenommen. Weiterhin soll die Sensibilisierung des Gesellschaft für die immer noch nicht überwundenen Diskriminierung im Alltag Thema sein. Eine Informations-, Diskussions- und Weiterbildungsveranstaltung wird sich mit dem Thema Homosexualität im Alter mit dem Schwerpunkt auf dem Leben in Seniorenheimen beschäftigen. Und auch auf die Diskriminierung bei der Blutspende durch den generellen Ausschluss schwuler Spender will die Arbeitsgemeinschatft aufmerksam machen. Aber auch die Situation homosexueller Geflohener wollen die queeren SPD-Mitglieder weiter im Auge behalten. Mit niedrigschwelligen Veranstaltungsangeboten wollen sie zudem ihre Verbindungen zur Community in Fürth und darüberhinaus ausbauen.

Starke Stimme im Bundestagswahlkampf

Schließlich wollen die Mitglieder der AG SPDqueer auch im Bundestagswahlkampf ihre Stimme erheben und deutlich machen, dass es eine Öffnung der Ehe und die rechtliche Gleichstellung queere Paare bei der Adoption nur mit einer starken SPD geben wird. "So lange CDU und CSU Teil der Bundesregierung sind, werden sie jedes entsprechende Vorhaben blockieren", so Kreß. "Nur eine starke, von der SPD geführte Bundesregierung kann die lange überfällig Gleichstellung endlich umsetzen." Dass die SPD sich in der laufenden Legislaturperiode bei der Entschädigung der nach § 175 verurteilen Männer gegen den Widerstand der Union durchgesetzt hat sei richtig und wichtig gewesen - damit die Ehe für alle wirklich kommen könnte, bedürfe es aber jetzt eines starken Votums der Wählerinnen und Wähler für die SPD.

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