Carsten Träger MdB • 31. März 2017

Carsten Träger zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie 2016: "Nachhaltigkeit gehört ins Grundgesetz"

Von Matthias Dornhuber

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat mit der "Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" im September 2015 in New York 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals - SDGs)  verabschiedet: für einen besseren Umweltschutz und zur Bekämpfung  von  Armut und Ungleichheit. "Deutschland geht bei der  Umsetzung voran", sagte der Fürther Bundestagsabgeordnete und Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion für Nachhaltigkeit, Carsten Träger, heute im Deutschen Bundestag. "Wenn die Regierung das umsetzt, was sie in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie aufgeschrieben hat, dann sind wir einen großen Schritt weiter."

Die Bundesregierung habe, so Träger, zusammen  mit  den  Verbänden  und  dem  Statistischen  Bundesamt  hervorragende  Arbeit  geleistet und sich sich  ambitionierte  Ziele gesetzt. Sie habe Maßnahmen entwickelt  Maßnahmen und sehe vor allem auch vor, die Erfolge dieser Maßnahmen zu messen. "Nur dann, wenn die Einhaltung der Regeln kontrolliert und die Erfolge gemessen werden, kann am Ende ehrlich bewertet werden, ob das ganze Projekt  gut war und auch, wo es noch gehakt hat", fasst der Sprecher der SPD im Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung zusammen.

Träger dankte der  Regierung auch für die Ernsthaftigkeit, mit der sie die globalen  Nachhaltigkeitsziele  anpackt. Das Parlament und der Parlamentarische Beirat  für  nachhaltige  Entwicklung habe schon  oft  debattiert,  wie  wichtig  diese  Ziele  sowohl  für  die  Entwicklung  unseres  Planeten  als  auch  für  uns  hier  zu  Hause  in  Deutschland  seien. Denn  auch,  wenn es diesem Land gut geht, gebe es noch viel Ungerechtigkeit. In der Nachhaltigkeitsstrategie heiße es jetzt schwarz auf weiß: Die Bundesregierung bekennt sich zur Einhaltung der planetaren Grenzen,  den  Belastungsgrenzen der Erde. "Daraus", so Träger, "ergibt sich - vom ganzen Kabinett mitgetragen - ein Transformationsauftrag". Der Abgeordnete zitiert aus der Strategie: "Es  geht  darum,  umfassende,  beschleunigte  Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft einzuleiten und voranzutreiben: in unserer Art zu leben, zu arbeiten, zu konsumieren, in Technologien, Institutionen und Praktiken."

Die Vereinten Nationen hätten mit den globalen Nachhaltigkeitszielen einen historischen Schritt getan, und die Bundesregierung mit ihrer Strategie nun nachgezogen.

Nachhaltigkeit ins Grundgesetz

Nun sieht Träger die parlamentarier in der Pflicht: "Große  Köpfe  wie  Klaus  Töpfer,  Gesine  Schwan,  Ernst  Ulrich  von Weizsäcker  sowie  Hans-Jürgen  Papier sind  mit  uns  der Auffassung: Nachhaltigkeit gehört ins Grundgesetz", forderte er. "Wer  es  wirklich  ernst  meint  mit  der  Bekämpfung von Armut und Ungleichheit, mit der Bewahrung der Schöpfung und mit einem wirklich nachhaltigen Wachstum, das auch die künftigen Generationen im Blick hat, der sollte vor diesem Schritt nicht zurückschrecken." Insbesondere die Grünen forderte er auf, ihr Zögern zu beenden und die Initiative zu unterstützen: "un ist es an der Zeit, zu liefern."


Bild & Video: Deutscher Bundestag.

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