Fürther Jusos und AG 60plus Fürth • 8. Juli 2013

Fürther Jusos und AG 60 plus besuchen die Ausstellungen "Entrechtet. Entwürdigt. Beraubt. Arisierung in Nürnberg und Fürth" und "WortGewalt. Vom rechten Lesestoff" im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Nürnberg

Von Alexander Fuchs

Der Kampf gegen menschenverachtende Ideologien wie Rassismus und Faschismus gehört zum Selbstverständnis der Sozialdemokratie. Wichtiger Bestandteil dieses Kampfes ist es, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Deshalb haben die Fürther Jusos und Mitglieder der AG 60 plus die aktuellen Ausstellungen "Entrechtet. Entwürdigt. Beraubt. Arisierung in Nürnberg und Fürth" und "WortGewalt: Vom rechten Lesestoff" im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Nürnberg.

"Entrechtet. Entwürdigt. Beraubt." ist eine Annäherung und ein Zugang zum Prozess der Beraubungen der Juden von 1933 bis 1945 in Nürnberg und Fürth. Vorgestellt werden anhand von Fotos, Zeitzeugenberichte und bislang unbekannten Dokumenten aus den Archiven Parteiaktivisten und Behörden, die die Arisierung umsetzten, Arisierungsgewinnler und ausgewählte Fallbeispiele betroffener jüdischer Unternehmen. "WortGewalt" auf der anderen Seite zeigt die von den Nationalsozialisten geförderte Literatur aus dem Bestand des Dokuzentrums: Die kommentierte Ausstellung präsentiert  Liederbücher, Sammelalben, Foto-, Sach- und Schulbücher, Heftchen und Romane, entlarvt die Ziele der nationalsozialistischen Propaganda und belegt an Textbeispielen die Unlesbarkeit mancher Schriften.

Die "Jungen" und die "Alten" in der SPD waren sich einig: Gerade in Zeiten, in denen sich rechtsextreme Gruppen als soziale Bürgerinitiaven tarnen, ist Aufklärung das wichtigste MIttel im Kampf gegen Rechts. Aus den beiden Ausstellungen nahmen sie mit, dass bereits zur Zeit des Nationalsozialismus eine monströse und menschenverachtende Politik mit einer nicht selten harmlosen, sozialen und auf Gemeinschaft angelegten Selbstdarstellung einherging. Gemeinsam mit allen demokratischen Kräften wollen beide Arbeitsgemeinschaften deshalb in den nächsten Monaten verstärkt daran arbeiten, dass Fürth auch nach den kommenden Kommunalwahlen eine offene, bunte und vielfältige Kleeblattstadt ohne Rassismus und Gewalt bleibt.

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