SPD Kreisverband Fürth, SPD und BayernSPD • 6. Oktober 2020

SPD gedenkt Hans Vogel zu seinem 75. Todestag

Die SPD gedenkt Hans Vogel, der heute vor 75 Jahren im Exil in London verstorben ist. „Hans Vogels Leben, seine Überzeugungen und sein Einsatz für Freiheit, für Gerechtigkeit, für Solidarität und ein parlamentarisch-demokratisches Deutschland auch in den dunkelsten Stunden unserer Geschichte bleiben uns Beispiel, Mahnung und Auftrag“, erklärte Matthias Dornhuber, der Fürther SPD-Vorsitzende und stellvertretende Landesvorsitzende der BayernSPD, anlässlich der gemeinsamen Niederlegung von zwei Blumengebinden mit dem Nürnberger SPD-Vorsitzenden Thorsten Brehm und im Beisein von drei Großnichten und -neffen am Grab des früheren SPD-Parteivorsitzenden auf dem Nürnberger Westfriedhof. 

Hans Vogel wurde am 16. Februar 1881 im mittelfränkischen Oberartelshofen a.d. Pegnitz geboren und wuchs nach dem Umzug der Familie 1888 nach Fürth ist in ärmlichsten Verhältnissen hier auf. Von Beginn seiner Holzbildhauerlehre an war er Gewerkschaftsmitglied und engagierte sich mit seinem Bruder Michael Vogel und Hans Böckler in der Fürther Arbeiterbewegung. Er wurde in Fürth und Nürnberg Arbeitersekretär und schon 1912 zum Abgeordneten  im Bayerischen Landtag gewählt. Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte er der Nationalversammlung und anschließend dem Reichstag an.  1927 wurde er in Kiel zum Sekretär des SPD-Parteivorstandes gewählt, 1931 in Leipzig gemeinsam mit Otto Wels und Arthur Crispien zum Vorsitzenden der SPD. 1933 lehnte Vogel als überzeugter Demokrat das Ermächtigungsgesetz ab. Da die SPD beschlossen hatte, dass sich besonders gefährdete Vorstandsmitglieder dem möglichen Zugriff der Nazis sofort entziehen sollten, ging auch Hans Vogel ins Exil, erst nach Prag, später nach Paris, dann nach London. Gemeinsam mit Otto Wels und anderen baute er die Exilorganisation der SPD auf. Bevor er den Rückflug antreten und für das von ihm erhoffte parlamentarisch-demokratische Nachkriegsdeutschland Verantwortung übernehmen konnte, verstarb er am 6. Oktober 1945 am Flughafen in London.

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