SPD Kreisverband Fürth und SPD-Fraktion im Fürther Stadtrat • 25. Februar 2021

Lebendige Kleeblattstadt: Weitere 450.000 € für Wirtschaft und Gastronomie

Der Fürther Stadtrat hat ein weiteres Corona-Unterstützungspaket beschlossen. „Wir führen das 10-Punkte-Programm ‚Lebendige Kleeblattstadt‘ mit neuen Impulsen fort Mitteln, um insbesondere den Fürther Innenstadtbetrieben zu helfen“, erklärt der Fürther SPD-Vorsitzende und Stadtrat Matthias Dornhuber dazu. „Insgesamt haben wir dafür heute noch einmal 443.000 € zur Verfügung gestellt – teils als Verzicht auf Gebühren und Beiträge, teils als Fördermittel.“ Die Sorge um Gastronomie, Handel und Dienstleistungen ist groß: „Viele der kleinen, inhabergeführten Läden, Gaststätten und Praxen stehen vor enormen Herausforderungen“, beschreibt es Maria Ludwig, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Fürther Stadtrat. „Wir müssen mit schmerzhaftem Leerstand rechnen und alles, was wir können, dafür tun, bestehenden Betriebe zu unterstützen, die Attraktivität der Innenstadt zu erhalten und nachhaltige Maßnahmen für einen Neustart in den nächsten Jahren auf den Weg zu bringen.“

Das Paket umfasst 16 Maßnahmen. 30.000 € stehen bereit, um die Förderrichtlinie der Stadt zur Ansiedlung von inhabergeführten Betrieben (Handel, Gastronomie, Dienstleistungen) zu erweitern. 15.000 € stehen für den zweiten Schritt der Kundenherkunftsanalyse bereit, mit dem die Grundlagen für gezielte Werbemaßnahmen geschaffen werden sollen – freilich erst, wenn die Innenstadtgeschäfte wieder geöffnet sind. Ein erheblicher Teil der Mittel fließt in die Unterstützung der Fürther Unternehmen bei Digitalisierungsmaßnahmen: 20.000 € für die Darstellungen auf bestehenden Onlineportalen, 30.000 € für eine efiiziente kurzfristige Optimierung der digitalen Auffindbarkeit des inhabergeführten Einzelhandels und der inhabergeführten Gastronomie.

Die Gutscheinsysteme „Ein Herz für Fürth“ und „Fürth Scheck“ werden mit insgesamt 30.000 € unterstützt, wobei die Gutscheine um 10 % durch die städtischen Mittel aufgestockt werden sollen. Zur Forsetzung des Programms „Kultur am Freitag“ sind 20.000 € vorgesehen, diesmal mit einem speziellen Fokus auf Aktionen für Familien und Mitmachaktionen für Kinder. Für kurzfristige „Kultur-Pop-Up-Projekte“ sind 25.000 € vorgesehen, für die Folierung von Leerständen 15.000 €. Das Werbebudget für die Innenstadtwerbung im erweiterten Einzugsbereich der Stadt und für Gastronomiewerbung wird um 40.000 € aufgestockt, 30.000 € sollen die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt durch Begrünungsmaßnahmen erhöhen und den Stadtbummel künftig attraktiver machen. Für mögliche Förderprogramm des Freistaates oder des Bundes zur Unterstützung der Innenstädte stehen 50.000 € als kommunale Eigenemittel zur Verfügung.

Der Lieferservice „Fürth bringt's“, der Fürther Geschäften in der Weihnachtszeit zumindest einen gewissen Umsatz ermöglichte, soll mit 20.000 € fortgeführt werden und um einen Lieferservice für die Gastronomie in gleicher Höhe ergänzt werden.

Weitere 50.000 € sind für die Standort- und Fachkkräftesicherung in der Kleeblattstadt vorgesehen. Eine Online-Azubimesse soll den besonderen Schwierigkeiten bei der Suche eines Ausbildungsplatzes in Zeiten einer Pandemie für die jungen Menschen Rechnung tragen und gleichezeitig dem Fachkräftemangel in Fürther Betrieben entgegenwirken.

Aufgrund der Schließung einer Vielzahl der Einzelhandelsbetriebe ab seit Dezemeber 2020 verzichtet die Stadt schließlich im Jahr 2021 erneut auf die Erhebung von Sondernutzungsgebühren für Warenauslagen und Werbeschilder sowie auf die Kooperationsbeiträge der Hotellerie, Gastronomie, Privatvermieter und sonstigen touristischen Anbieter für das Amt für Tourismus – insgesamt in Höhe von 48.000 €.

„Das ist eine ganze Batterie an Maßnahmen, die unserer Innenstadt wichtige Impulse während und nach der Pandemie geben wird und dem Wirtschaftsreferat hilft, unsere Gastronomen, Händler und Dienstleister effektiv zu unterstützen“, ist Dornhuber sicher. „Auch wenn wir angesichts der Steuerschätzungen selbst vorsichtig kalkulieren müssen: Jeder in unsere Wirtschaft hier vor Ort investierte Euro wird sich auszahlen.“

 

Zurück nach oben Zurück zur vorherigen Seite