SPD Kreisverband Fürth und Fürther Jusos • 11. März 2021

„Wunderbare Erfolgsgeschichte“: 10 Jahre Juso-Relaunch in Fürth

„Die hervorragenden Voraussetzungen in Fürth nutzen und die Jusos gemeinsam wieder als die Ansprechtpartner in Fürth zu positionieren“ – dieses Ziel setzte sich die politische Jugendorganisation der Fürther SPD, die Jusos, auf ihrem Juso-Relaunch am 11. März 2011 in der Schindelgasse 13. Herausgekommen ist, wie es Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung, selbst in den 80er-Jahren Juso-Vorsitzender in der Kleeblattstadt beschreibt, eine „wunderbare Erfolgsgeschichte.“ Eine fast 50%ige Steigerung der Mitgliederzahlen, eine Verdopplung der Juso-Mandatsträger im Stadtrat, und zahlreiche Jusos, die in der SPD in Fürth und darüberhinaus Verantwortung übernehmen: „An diesem Erfolg waren natürlich ganz viele beteiligt“, berichtet Matthias Dornhuber, der damals zum neuen Juso-Vorsitzenden gewählt wurde und inzwischen an der Spitze der Fürther SPD steht. „Erfolgreiche Jusoarbeit hat in Fürth eine große Tradition. Und die gesamte Fürther SPD hat den Relaunch von Anfang an mitgetragen. Aber jede Generation steht im Wandel der Zeit neu vor der Herausforderung, Räume zu schaffen, in denen junge Leute politisch arbeiten können – und Spaß dabei haben.“ Auch sein Nachfolger, der aktuelle Juso-Vorsitzende Alexander Fuchs, bekräftigt das: „Junge Menschen sind heute ganz sicher nicht weniger politisch als früher. Aber sie wollen auf eine moderne Art arbeiten, wollen etwas gestalten, etwas bewegen. Bei den Jusos finden sie offenbar ein attraktives Angebot, das mit anderen Freizeitbeschäftigungen mehr als mithalten kann.“

Für Dornhuber liegt darin einer der Schlüssel des Erfolgs der Fürther Jusos. „Auf dem Juso-Relaunch haben wir einen Antrag mit dem Titel ‚Leitbild Moderne Partei‘ an den SPD-Kreisverband formuliert“, erzählt er. Mit überwältigender Zustimmung setzten sich die Sozialdemokraten in der Kleeblattstadt auf ihrer Jahreshauptversammlung anschließend das Ziel, „interne Arbeitsprozesse zu enthierarchisieren und zu modernisieren“, „für junge Menschen relevante Themen zu besetzen“ und „ein attraktives und professionelles Arbeitsumfeld für junge Menschen zu schaffen“. Der Plan ging auf – „weil in der Fürther SPD alle Generationen für die gemeinsame Sache an einem Strang ziehen“, ist sich Dornhuber sicher.

Fast 50 % mehr Mitglieder

77 Mitglieder hatten die Jusos zum Zeitpunkt des Relaunches, drei Jusos saßen im Fürther Stadtrat. 10 Jahre später gab es bei den Mitgliedern fast 50 % Zuwachs auf 112 Jungsozialisten. Bei den Stadtratswahlen gelang sogar die Verdopplung: Sowohl 2014 als auch 2020 schafften jeweils 6 Jusos der Einzug in das Gremium, 4 der 5 Stadtratsmitglieder unter 30 sind Jusos. Freilich Teil der SPD-Fraktion, sind die Jusos damit trotzdem so stark wie Linke, FW und FDP zusammen im Stadtrat vertreten – und haben allein mehr Mitglieder als die meisten anderen politischen Parteien in Fürth. Entsprechend erfolgreich konnten sie auch ihre Themen voranbringen. Die Stadt Fürth unterstützte das Semesterticket und weitete den Fürth-Pass auch auf BAföG-Beziehende aus, die so Zugang zum Fürther Sozialticket erhielten. Die Fürth App wurde um eine direkte Mängelmelderfunktion erweitert. Für junge Sprayer wurden legale Graffiti-Flächen eingerichtet, Klimaschutz und Verkehrswende mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen vorangebracht. Aktuell stehen unter anderem die schwierige Einrichtung eines selbstverwalteten Jugendkulturzentrums und der Einsatz gegenüber dem Freistaat, ein 365-€-Ticket zu ermöglichen, auf der Agenda.

Viele, die vor 10 Jahren beim Relaunch dabei waren, haben inzwischen die magische Marke von 35 Jahren überschritten, bis zu der man in der SPD als Juso zählt. „Aber wir gewinnen jedes Jahr neue engagierte junge Leute aus allen gesellschaftlichen Gruppen“, freut sich Fuchs. Er selbst hat mit 29 Jahren noch einige Juso-Zeit vor sich. Neben dem gleichaltrigen Maurice Schönleben stehen ihm als Vertreter die 27-jährige Julia Schnitzer und der 25-jährige Peter Scheuenstuhl zur Seite, aber auch 19- und 20-jährige sind im Vorstand vertreten. „Die Jusos sind für die kommenden Jahre gut aufgestellt“, so Fuchs.

Verantwortung für die Gesamtpartei

Auffällig ist auch gegenüber anderen Juso-Gruppen, wieviel Verantwortung die Jungen in der Fürther SPD für die Gesamtpartei übernehmen. Sarah Jonescu und Maurice Schönleben, inzwischen stellvertretende SPD-Vorsitzende in der Kleeblattstadt, waren gemeinsam mit Fuchs auch schon Dornhubers Stellvertreter an der Juso-Spitze, auch Kreikassierin Katrin Feiler-Düll war bei den Jusos aktiv. Die früheren und aktuellen Jusos Dr. Benedikt Döhla, Julian Pecher, Fuchs und Jonescu leiten zudem jeweils einen Parteidistrikt, Felix Griener ist im Vorsitz der SPD-Unterbezirks Stellvertreter des Fürther Abgeordneten Carsten Träger, Schönleben und Döhla seit vier Jahren stellvertretende Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion. Dornhuber wiederum war 2019 Europakandidat der mittelfränkischen SPD und ist seitdem auch stellvertretender Vorsitzender der BayernSPD.

„Die Fürther SPD bietet jedem eine Heimat, der sich für unsere Stadt und eine gerechtere Welt einsetzen will“, so Dornhuber „egal welcher Herkunft, welchen Geschlechtes, welcher sexuellen Orientierung, welcher Erwerbssituation – und eben auch egal welchen Alters. Das ist unser Anspruch als Fürth-Partei, und starke Jusos sind da unverzichtbar.“ Den Oberbürgermeister aus der Beobachterperspektive freut es: „Das läuft besser als zu meinen Zeiten“, meint er, „und schon daraus ist ja dann viel Gutes entstanden!“

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