SPD Kreisverband Fürth und SPD Unterbezirk Fürth • 24. Mai 2022

SPD-Unterbezirk Fürth ehrt verdiente Mitglieder mit Max-Seidel-Medaillen und Lotte-Seidel-Preis

Auf ihrem ersten Präsenzparteitag nach Ende der Corona-Maßnahmen hat der SPD-Unterbezirk Fürth am vergangenen Samstag in Seukendorf vier verdiente Mitglieder mit der Max-Seidel-Medaille und dem Lotte-Seidel Preis ausgezeichnet. Die Max-Seidel-Medaille, die höchste Auszeichnung des Unterbezirks, die in Erinnerung an den früheren Fürther Bundestagsabgeordneten und langjährigen Vorsitzenden des SPD-Bezirks Mittelfranken für herausragendes gesellschaftliches Engagement und unermüdlichen Einsatz als Würdigung eines Lebens im Dienste der sozialdemokratischen Grundwerte vergeben wird, erhielten Hannelore Pfetzing-Scheitinger, Hildegard Simon und Peter C. Wirl. Den neu geschaffenen Lotte-Seidel-Preis, mit dem besonders engagierte Parteimitglieder, die mit ihrer innovativen Arbeit neue Wege gehen, für herausragendes Engagement, für die soziale Demokratie, Zivilcourage sowie Gleichstellung und Teilhabe ausgezeichnet werden sollen, erhielt als erster Preisträger Sebastian Rocholl.

Traditionell zeichnet der SPD-Unterbezirk im zweijährigen Turnus drei Genossinnen oder Genossen mit der Max-Seidel-Medaille aus, je einen aus jedem der drei Kreisverbände Fürth-Stadt, Fürth-Land und Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, die zusammen den Unterbezirk bilden. „Mit Hannelore Pfetzing-Scheitinger, Hildegard Simon und Peter C. Wirl zeichnen wir auch dieses Jahr wieder drei Persönlichkeiten aus, die ihr Leben in den Dienst der sozialdemokratischen Werte gestellt haben und über Jahrzehnte Gesichter und Aushängeschilder der SPD gegenüber den Menschen vor Ort warten“, würdigte der Unterbezirksvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Carsten Träger die Ausgezeichneten.

Hannelore Pfetzing-Scheitinger trat 1979 in die SPD ein und viele Jahre Vorsitzende der Steiner SPD sowie der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen im Kreisverband Fürth-Land. Sie war 30 Jahre lang Mitglied des Steiner Stadtrats, davon 26 Jahre Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion. Sechs Jahre lang war sie Zweite, 12 Jahre lang Dritte Bürgermeisterin der Stadt Stein. 18 Jahre gehörte sie außerdem dem Kreistag an und war 6 Jahre davon stellvertretende Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion. Über ihre öffentlichen Ämter hinaus gehört sie zahlreichen Vereinen und Organisationen an, so der GEW und der AWO, engagierte sich für die Ausgabestell der Fürther Tafel in Stein und begründete den Sozialverein „Lichtblick“ mit. 2016 erhielt sie die Bayerische Staatsmedaille für soziale Verdienste.

Hildegard Simon trat 1980 in die SPD ein. Sie war von 1996 bis 2011 für 15 Jahre Vorsitzende der SPD Scheinfeld und von 1993 bis 2010 stellvertretende Vorsitzende des SPD-Kreisverbandes Neustadt/Aisch-Bad Windsheim. Von 1984 bis 2020 war sie 36 Jahre lange Mitglied des Scheinfelder Stadtrates und ist damit die Rekordhalterin. Von 1996 bis 1998 und 2008 bis 2014 war sie Vorsitzende der SPD- Stadtratsfraktion, von 2008 bis 2020 Dritte Bürgermeisterin der Stadt Scheinfeld. Seit 1990 gehört sie dem Kreistag Neustadt/Aisch-Bad Windsheim an, von 2003 bis 2014 war sie SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzende. 1998 sowie von 2002 bis 2003 vertrat sie den Stimmkreis als Abgeordnete im Bayerischen Landtag, dort gehört sie dem Ausschuss für Landesentwicklung und Umweltfragen an. Hildegard Simon gehört zahlreichen Vereinen und Organisationen an, darunter VDK, AWO, Greenpeace, Isumuya und der Partnerschaftsverein Baeulieau, war bzw. ist Seniorenbeauftragte der Stad Scheinfeld, Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe Scheinfeld und Mitglied der Steuerungsgruppe Fairtrade Scheinfeld. Für ihr Engagement erhielt sie 2015 die kommunale Verdienstmedaille des Freistaats Bayern und 2018 das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten.

Peter C. Wirl trat bereits 1972 in die SPD ein und hätte dieses Jahr sein 50. Parteijubiläum gefeiert. Er verstarb überraschend im Juli letzten Jahres, ohne die angekündigte Max-Seidel-Medaille noch persönlich entgegennehmen zu können. Von 1985 bis 2017 war er 32 Jahre lang Obmann des größten Fürther SPD-Distriktes, der Südstadt-SPD. Er gehörte zudem von 1997 bis 2015 Mitglied des SPD-Kreis- und des SPD-Unterbezirksvorstandes. Von 2002 bis 2020 diente er den Bürgerinnen und Bürgern als Mitglied des Fürther Stadtrates. Peter C. Wirl engagierte sich in zahlreichen Vereinen und Organisationen, darunter AWO und Naturfreunde, die Rummelsberger Diakonie mit dem Kinderheim St. Michael, der Hospizverein Fürth, der Geschichtsverein Fürth und viele mehr. 2020 erhielt er für sein Engagement die Kommunale Dankurkunde des Freistaates Bayern.

„Alle drei Preisträger vereint ihr unermüdlicher Einsatz für soziale Belange, allen voran für Kinder, für Menschen mit Behinderungen, für Frauen, für alle, die sich ihre Rechte erst erkämpfen müssen“, so der stellvertretende Vorsitzende der BayernSPD und Fürther SPD-Vorsitzende Matthias Dornhuber, der die Lobreden auf Simon und Wirl hielt. „Ihr treue und unverbrüchliche Verbundenheit macht sie zu hervorragenden Trägerinnen und Trägern der Max-Seidel-Medaille.“

Neuer Lotte-Seidel-Preis für Sebastian Rocholl

Neben den Max-Seidel-Medaillen, mit denen ein Lebenswerk im Dienst der Sozialdemokratie gewürdigt wird, vergab der Unterbezirk erstmal auch den neu geschaffenen Lotte-Seidel-Preis. „Lotte und Max Seidel haben sich in ihren gemeinsamen Jahren hervorragend ergänzt“, erläutert der Unterbezirksvorsitzende Träger. „Und jedes große Lebenswerk braucht junge Menschen, die es fortführen. Deshalb haben wir als Ergänzung zu den Max-Seidel-Medaillen den Lotte-Seidel-Preis für innovative Parteiarbeit und herausragendes aktives Engagement geschaffen und freuen uns, mit Sebastian Rocholl einen wunderbaren ersten Preisträger gefunden zu haben.“

Sebastian Rocholl trat 2010 in die SPD ein. Seit 2012 ist er Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Seukendorf. Seit 2019 ist er stellvertretender Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes Fürth-Land, seit 2020 auch Mitglied des Unterbezirksvorstandes. Seit 2014 ist er Mitglied des Seukendorfer Gemeinderates, seit 2020 auch Fraktionssprecher und Zweiter Bürgermeister. Bei der Bürgermeisterwahl 2016 gelang es ihm, den Amtsinhaber in die Stichwahl zu zwingen und dort 43,72 % der Stimmen zu erreichen. Rocholl war und ist bei zahlreichen Vereinen und Organisationen aktiv, so beim SV Seukendorf, bei der AWO, beim Förderverein Bürgerhaus Seukendorf, beim Gesangsverein und bei der Fairtrade Steuerungsgruppe. Am 10. Juli 2022 kandidiert er erneut als Bürgermeisterkandidat der SPD in Seukendorf.

„Sebastian Rocholl steht für eine moderne politische Arbeit auf Augenhöhe mit den Bürgerinnen und Bürgern“, würdigte Träger die Beweggründe für die Auszeichnung Rocholls mit dem neuen Preis. „Mit innovativen Formaten wie politischen Poetry Slams oder dem ‚Treffpunkt SPD‘, einer Ortsvereinssitzung vor der Haustür der Bürgerinnen und Bürger, und der Auslobung eines SPD-Ehrenamtspreises geht er neue Wege. Er steckt voller frischer Ideen, kann Menschen begeistern und nachhaltig überzeugen. Widerstände schrecken ihn nicht ab, sondern spornen ihn an, gemeinsam neue Lösungen zu finden. Dabei hört er stets aufmerksam zu und interessiert sich für die Menschen, mit denen und für die er arbeitet.“ Das alles, so Träger, seien übrigens auch perfekte Eigentschaften für einen Bürgemeister, wie ihn die Seukendorfer am 10. Juli wählen könnten.

Auf ihrem ersten Präsenzparteitag nach Ende der Corona-Maßnahmen hat der SPD-Unterbezirk Fürth am vergangenen Samstag in Seukendorf vier verdiente Mitglieder mit der Max-Seidel-Medaille und dem Lotte-Seidel Preis ausgezeichnet. Die Max-Seidel-Medaille, die höchste Auszeichnung des Unterbezirks, die in Erinnerung an den früheren Fürther Bundestagsabgeordneten und langjährigen Vorsitzenden des SPD-Bezirks Mittelfranken für herausragendes gesellschaftliches Engagement und unermüdlichen Einsatz als Würdigung eines Lebens im Dienste der sozialdemokratischen Grundwerte vergeben wird, erhielten Hannelore Pfetzing-Scheitinger, Hildegard Simon und Peter C. Wirl. Den neu geschaffenen Lotte-Seidel-Preis, mit dem besonders engagierte Parteimitglieder, die mit ihrer innovativen Arbeit neue Wege gehen, für herausragendes Engagement, für die soziale Demokratie, Zivilcourage sowie Gleichstellung und Teilhabe ausgezeichnet werden sollen, erhielt als erster Preisträger Sebastian Rocholl

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