SPD Kreisverband Fürth • 29. August 2022

SPD Fürth lädt zur Kundgebung zum Antikriegstag

Von Maurice Schönleben

Als Fürther Bündnis für den Frieden laden SPD, DGB und das Fürther Friedensforum auch dieses Jahr wieder anlässlich des Antikriegstages am 1.September zu einer gemeinsamen Kundgebung auf dem Platz der Opfer des Faschismus ein, um ein Zeichen gegen Krieg und für eine friedliche Welt zu setzen. Ab 17 Uhr gibt es Redebeiträge von Bürgermeister Markus Braun, Dekan Jörg Sichelstiel, Ruth Brenner vom DGB und Marion Denk vom Fürther Friedensforum. 

Zahlreiche Kriege finden auf der Welt statt: Das im März erschienene Conflict Barometer des Heidelberger Instituts für Internationale Konfliktforschung zählte für das Jahr 2021 weltweit 20 Kriege und weitere 20 „begrenzte Kriege“. In diesem Jahr kehrte der Schrecken des Krieges mit dem Waffengang in der Ukraine auch nach Europa zurück. Jeder dieser Kriege ist ein Angriff auf die Menschheit und die Menschlichkeit.

Zum diesjährigen Antikriegstag warnt das Fürther Bündnis vor einer Militarisierung der Friedenspolitik. Um Frieden zu schaffen sind alle diplomatischen Anstrengungen und Verhandlungen nötig, eine dauerhafte Lösung von Konflikten kann nur am Verhandlungstisch gelingen. Zivile Instrumente der Diplomatie, der Entwicklungszusammenarbeit und einer fairen Handelspolitik, der humanitären Hilfe und der Konfliktprävention sind der Schlüssel zum Frieden. Auch einen neuen weltweiten Rüstungswettlauf will das Bündnis verhindern. Gerade der Ukraine-Krieg zeigt, wie wichtig es ist, am Ziel einer weltweit kontrollierten Abrüstung festzuhalten. Kriege sind weltweit im Gange und müssen weltweit beseitigt werden. 

1957 wurde der Jahrestag des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf Polen und damit des Beginns des Zweiten Weltkriegs in Deutschland zum ersten Mal als „Antikriegstag“ begangen. Aufgerufen dazu hatte der DGB und die „Antimilitaristische Aktion“, zu der sich die Sozialistische Jugend - Die Falken, die Solidaritätsjugend, die Naturfreundejugend und der Verband der Wehrdienstverweigerer nach dem Beschluss der allgemeinen Wehrpflicht zusammengeschlossen hatten, um gegen eine Militarisierung der Gesellschaft zu kämpfen. 1962 rief die DGB-Jugend dazu auf, den Tag jährlich zu begehen um „sich gegen die Rüstungspolitik in alle Welt“ auszusprechen. In Fürth wurde die jährliche Mahnwache ab 1995 vom kürzlich verstorbenen langjährigen SPD-Stadtrat, Gewerkschafter und Friedensforums-Mitglied Rudi Lindner organisiert, dem die Veranstalter dieses Jahr gemeinsam gedenken wollen.

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