SPD-Fraktion im Fürther Stadtrat • 19. September 2024
Kommunale Sozialpolitik im Fokus der SPD-Stadtratsfraktion
"Gemeinsam Fürth" - unter diesem Motto stand der Austausch der SPD-Stadtratsfraktion mit wichtigen Akteuren aus der kommunalen Sozialpolitik im Rahmen der Gesprächsreihe „Perspektive 2030“.
Fürth ist eine weltoffene, tolerante und solidarische Stadt. Das Zusammenleben von Menschen aus 147 Nationen, unterschiedlichen Lebenslagen und allen Altersgruppen wird hier erfolgreich gestaltet. Gerechte, zukunftsweisende Sozialpolitik schafft die notwendigen Voraussetzungen für ein gelingendes Miteinander. Was sind die großen sozialen Herausforderungen unserer Zeit? Was gelingt in Fürth besonders gut? Wo können wir noch besser werden?
Diese Fragen und noch viele mehr wurden auf Einladung der SPD-Stadtratsfraktion auf dem „Dächla“ im Herzen Fürths in offener und vertrauensvoller Atmosphäre mit Stadträtinnen und Stadträten der SPD, Vertretern der Stadtverwaltung sowie verschiedensten sozialen Trägern und Organisationen diskutiert. „Uns ist es besonders wichtig, mit Ihnen stetig in einem engen Austausch zu bleiben und Ihre Impulse für unsere politische Arbeit mitzunehmen“, skizzierte SPD-Fraktionschef Maurice Schönleben in seiner Begrüßung an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Abends die Intention der Veranstaltung.
Im Mittelpunkt stand dabei eine Podiumsdiskussion mit Sozialreferent Dr. Benedikt Döhla, der Leitung des Mütterzentrums Mehrgenerationenhaus Fürth Kerstin Wenzl, Cornelia Hufeisen, Projektkoordinatorin des nehemia team e.V., Michael Bischoff, Geschäftsführender Vorstand des Caritasverbands Fürth Stadt und Land und der Koordinatorin des Stadtteilnetzwerks Ronhof/Kronach Maria Jahn.
Mit der Coronapandemie, Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten, Energiekrise und Inflation waren und sind die Zeiten herausfordernder denn je – gerade auch für Menschen mit besonderen sozialen Bedürfnissen. Als besondere Problemlage wurde unter anderem Einsamkeit identifiziert – und zwar nicht nur bei älteren Menschen, sondern zum Beispiel auch bei Alleinerziehenden. Einig waren sich die Diskutanten auch darüber, dass die gemeinsame Sprache den Schlüssel für ein gelungenes Zusammenleben darstellt. Insbesondere Kinder von Analphabetinnen und Analphabeten würden besondere Unterstützung benötigen. Besonders gewünscht sind niedrigschwellige Treff- und Begegnungsorte, insbesondere für Senioren. Als Hemmschuh wurde immer wieder die Bürokratie genannt. Vorgänge dauerten in Deutschland nach Meinung vieler Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu lange und seien zu kompliziert. Auch ausreichend qualifiziertes Personal zu finden sei häufig schwer.
Besonders positiv wurden die Koordinierten Stadtteilnetzwerke der Stadt Fürth bewertet, insbesondere die erst kürzlich erfolgte Verstetigung des Stadtteilnetzwerks Ronhof/Kronach. Auch die Schaffung des Familienzentrums Rosengarten, die neue Heimat des Frauenhauses oder der Neubau der Obdachlosenunterkunft in Fürth seien aus Sicht des Podiums wichtige Erfolge der jüngsten Fürther Sozialpolitik.
„Deutlich wurde, dass sich Fürth auch im Sozialen durch kurze Wege und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Stadt, Kommunalpolitik und den verschiedenen sozialen Trägern und Organisationen auszeichnet“, fasst der Moderator des Abends und SPD-Fraktionsvize Alexander Fuchs zusammen.






