SPD Kreisverband Fürth und SPD Unterbezirk Fürth • 21. März 2025
Der Fürther Konrad Eberhard und 16 weitere sozialdemokratische Helden: 92 Jahre Nein zu Hitlers Ermächtigungsgesetz im Bayerischen Landtag
Im Rahmen der Reihe Abend-Kultur des Stadtmuseums Fürth ist am 3. April um 19 Uhr der Vizepräsident des Bayerischen Landtags Markus Rinderspacher zu Gast. Er wird über 17 sozialdemokratische Helden sprechen, die am 29. April 1933 im Landtag gegen das bayerische Ermächtigungsgesetz stimmten – unter ihnen der Fürther Konrad Eberhard. Markus Rinderspacher hat die Geschichten der 17 Abgeordneten recherchiert und wird im und wir über sie und ihren Bekennermut in diesen Schicksalsstunden der bayerischen Demokratie erzählen.
Am 23. März 1933 ebnete der Reichstag mit seiner Zustimmung zum „Ermächtigungsgesetz“ Hitler und den Nationalsozialisten den Weg zur Alleinherrschaft. Als einzige Partei stimmte die SPD dagegen.
Oft im Schatten des Gesetzes auf Reichseben stehen die entsprechenden Gesetze in den Ländern: Auch im Bayerischen Landtag kam es am 29. April 1933 zu einer Abstimmung über ein bayerisches Ermächtigungsgesetz. Der Landtag stimmte dem Gesetz zu – gegen die Stimmen der 16 sozialdemokratischen Abgeordneten, unter ihnen der Fürther SPD-Landtagsabgeordnete Konrad Eberhard. Der 17. SPD-Abgeordnete war nach seiner Inhaftierung und Misshandlung im Konzentrationslager Dachau körperlich außerstande dazu.Gewählte Abgeordnete der Kommunistischen Partei waren zu diesem Zeitpunkt bereits ausgeschlossen worden und sahen sich ebenfalls Verfolgung, Haft und Misshandlungen ausgesetzt.
Anders als das Ermächtigungsgesetz im Deutschen Reich ist die bayerische Variante der parlamentarischen Machtergreifung bis heute weitgehend unterbelichtet. Eine erinnerungspolitische Erzählung aber über die bayerische Demokratie, ohne die Schicksale der Abgeordneten zu erwähnen, die im Angesicht von Gewalt und Terror gegen die Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur in Bayern stimmten, kann nicht funktionieren.
Eintritskarten zum Vortrag sind im Stadtmuseum (Ottostraße 2) für 7,- Euro (ermäßigt 5,- Euro) erhältlich. Sie berechtigen auch zum Besuch der Ausstellungen. Das Museum ist am Vortragsabend bis 22 Uhr geöffnet.









