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Aktuelles
Pressemitteilung Nr. 6, August 2010
Mehrgenerationenhäuser – Kompetenzzentren im gesellschaftlichen Wandel
Dass unsere Gesellschaft einen bisher nicht gekannten Wandel durch starke Veränderungen in der altersmäßigen Zusammensetzung erlebt und in den nächsten Jahren und Jahrzehnten verstärkt erleben wird, ist weithin bekannt.
Diesen Wandel zu beeinflussen und zu gestalten ist eine sehr wichtige Aufgabe für uns alle, in der Politik auf allen Ebenen und der gesamten Gesellschaft.
Hierbei sind die Mehrgenerationenhäuser als Begegnungszentren mit ihren Angeboten vielfältigster Art in Fürth, Ammerndorf und Langenfeld die Kompetenzzentren der Zukunft schlechthin. Sie können aber nur mit sich gegenseitig ergänzenden Aktivitäten von haupt- und ehrenamtlichen engagierten Bürgerinnen und Bürgern erfolgreich sein.
Die drohenden finanziellen Kürzungen oder Streichungen würden die Einrichtungen gefährden und damit gesellschaftlich schwere Nachteile die Folge sein.
Die Arbeitsgemeinschaften in der SPD 60plus und Jusos im Unterbezirk Fürth fordern deshalb von den politischen Vertretern auf allen Ebenen, diesen Kompetenzzentren eine dauerhafte finanzielle Unterstützung zu gewährleisten.
gez. Dietrich Vogel, Vorsitzender
Pressemitteilung der Jusos und der AG 60plus im Unterbezirk Fürth, 02.08.2010
Fürther Generationenforum:
Alte und Junge wollen der Mitgliederpartei SPD neues Leben einhauchen
Wenn sich die AG 60plus und die Jusos, die Alten und die Jungen in der SPD, zusammentun, dann kommen sie insgesamt auf eine stattliche Anzahl an Mitgliedern. Im SPD-Unterbezirk Fürth, der aus der Stadt Fürth und den Landkreisen Fürth und Neustadt/Aisch – Bad Windsheim besteht, ist das nicht anders. Seit einem Jahr arbeiten die beiden mitgliederstarken Arbeitsgemeinschaften in der SPD schon zusammen und haben nun, unter der Leitung der Vorsitzenden Dietrich Vogel (AG 60plus) und Benedikt Döhla (Jusos), mit Erfolg ihre erste gemeinsame Veranstaltung unter dem Titel„Generationenforum“ in Fürth durchgeführt. Die beiden zentralen Ziele der Veranstaltung: Die alten und jungen Genossinnen und Genossen in der SPD sollten lernen, die Lebenswelten der Jungend und die Lebenswelt der Senioren besser zu verstehen und miteinander Handlungsoptionen erarbeiten. „Wir wollen die SPD aber auch wieder in die Richtung einer diskussionsfreudigen Mitgliederpartei bewegen“ so Benedikt Döhla im Vorfeld der Veranstaltung.
Zuerst entführten die Jusos die anwesenden Teilnehmer im Alter zwischen 18 und 80 Jahren in die Lebenswelten der Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Auf Basis von Informationen aus der Shell-Jugendstudie bestätigte sich dabei manche allgemeine Wahrnehmung der älteren Generation: Arbeitsplätze und Beschäftigung spielen für die heutige Jugend eine große Rolle, Jungendliche und junge Erwachsene haben Angst vor der schlechten wirtschaftlichen Lage und steigender Armut. Die eigenen Zukunftsaussichten werden zuversichtlich bis gemischt beurteilt; der wichtigste Wunsch der Jugend ist es, von den älteren Generationen angemessen als „Zukunft der Gesellschaft“ behandelt zu werden. Über die Situation Jugendlicher in der Stadt Fürth berichtete der Sozialpädagoge Michael Uhlig, der im Hauptschulbereich als Jugendsozialarbeiter tätig ist. Basierend auf seinen ehrenamtlichen und beruflichen Erfahrungen in der Praxis und schilderte er, wie sich die Situation von eher bildungsfernen Jugendlichen darstellt. Viele Teilnehmer aus den Reihen der AG 60plus zeigten sich überrascht von seinen Ausführungen, vor allem Uhligs Angaben zu den Zukunftsaussichten, dem gesellschaftlichen Engagement und den politischen Einstellungen der Jugendlichen führten zu interessierten Nachfragen und einer engagierten Diskussion.
Die Lebenswelten von Senioren bildeten den zweiten Schwerpunkt. Referent Dr. Richard Roth stellte interessante Auszüge aus amtlichen Statistiken vor und machte auf deren Basis allgemeine Angaben zu den Lebensumständen von Senioren in Deutschland. In einem zweiten Schritt übertrug er einzelne Aspekte und ihre Auswirkungen auf die Stadt Fürth. Seine Erörterungen zu den sich abzeichnenden demographischen Veränderungen in den kommenden Jahren zeigten, dass auch für die Stadt Fürth Handlungsbedarf besteht und die Lebensumstände und Bedürfnisse von älteren Menschen für viele Bereiche der Stadtpolitik eine größere Rolle spielen werden. Wie ein Handlungskonzept für eine Großstadt aussehen kann, mit dem diese Herausforderungen praktisch angegangen werden, stellte Dietrich Vogel anhand des „Bielefelder Konzepts“ vor. Mit diesem Konzept will die Stadt Bielefeld eine nachhaltige und generationenübergreifende Beeinflussung der Veränderungen im Stadtgebiet erreichen.
Mit dem Interesse an der Veranstaltung bei beiden Arbeitsgemeinschaften zeigten sich die beiden Vorsitzenden sehr zufrieden. „Wir haben einen weiteren Schritt in unserer vertrauensvollen und erfolgreichen Zusammenarbeit getan! Darauf wollen wir in Zukunft weiter aufbauen.“ so Dietrich Vogel nach der Veranstaltung. Die AG 60plus und die Jusos haben sich vorgenommen, den behandelten Themen in der SPD Gehör zu verschaffen, in der Partei Diskussionen anzustoßen und Positionen zu den politischen Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln. Als nächste Veranstaltung soll eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema Altersarmut ausgerichtet werden.
Die Zusammenarbeit zwischen den Jusos und der AG 60plus in der SPD:
Die Jusos und die AG 60plus im SPD-Unterbezirk Fürth haben ihre Zusammenarbeit vor einem Jahr gestartet. Durch regelmäßige Zusammenkünfte und gemeinsame Veranstaltungen soll den Austausch zwischen Jung und Alt in der SPD gefördert werden. Beide Seiten können von den Erfahrungen der beteiligten Genossinnen und Genossen profitieren, Alte und Junge sollen mehr über die Lebenswelten der anderen Generation erfahren, die damit verbundenen Herausforderungen für die Gesellschaft erkennen und versuchen, politische Antworten darauf zu finden. Die Perspektive ist immer auf die Zukunft gerichtet: Wie werden wir in der Zukunft in einer älter werdenden Gesellschaft leben? Was müssen wir tun, damit das gut gelingen kann?
Pressemitteilung Nr. 5, Juli 2010
Neuer Vorstand
Die Arbeitsgemeinschaft 60 plus im SPD-Unterbezirk Fürth hat in ihrer diesjährigen Konferenz ihren bisherigen Vorstand mit großer Mehrheit bestätigt und erweitert. Vorsitzender ist weiterhin Dietrich Vogel, stellvertretende Vorsitzende sind wie bisher Helga Pavlicek, Irmi Reutter sowie Peter Erhardt. Schriftführer bleibt Hartmut Seiler. Neben den bisherigen Beisitzern Eberhardt Ante, Margot Gruber, Detlef Ahrens, Josef Czech und Elisabeth Preissner kommen nunmehr noch Alfons Kirchner, Leo Mergenthaler und Herbert Katzer dazu. Kooptierte Mitglieder sind ebenfalls wie bisher Heinrich Gaber, Kreisvorsitzender Fürth-Stadt und Klaus Kerger, Kreisvorsitzender Neustadt/Aisch – Bad Windsheim.
Grußworte sprachen die Bezirksrätin Gaby Köpplinger, der Unterbezirksvorsitzende der Jungsozialisten Benedikt Döhla sowie die stellv. Bezirksvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft 60 plus Margot Gruber.
In seinem Rechenschaftsbericht ging Dietrich Vogel u.a. auf die Integrationspolitik für und mit Menschen mit Migrationshintergrund ein. Sie wird nicht nur eine weiterhin steigende Bedeutung im politischen Handeln auf allen Ebenen erfahren sondern auch gerade im Bildungsbereich verstärkte Anstrengungen erfordern. Im Bereich der Berufsausbildung und der Befähigung hierzu sind die Möglichkeiten für die jungen Menschen noch längst nicht ausgeschöpft. Ein weiterer Schwerpunkt war die Zusammenarbeit mit den Jusos, die erfolgreich gestaltet werden konnte und fortgesetzt werden soll.
Die Bundestagsabgeordnete Marlene Rupprecht ging in ihren Ausführungen zum Thema „Informationen über die sozialen Einschnitte der schwarz-gelben Regierung und ihre Auswirkungen auf Familien und Senioren“ auch auf die Schwerpunkte Gesundheitspolitik, Finanzmarktkrise, Bundeswehr mit Wehrpflicht und Zivildienst sowie die Atompolitik ein. In der breiten Diskussion wurden u.a. die Behandlung chronisch Kranker, Kürzung des Elterngeldes und Armut im Alter angesprochen. Besondere Empörung hat die Weigerung der bayerischen Sozialministerin Haderthauer hervorgerufen, eine Einladung des Nürnberger Pflegestammtisches nach Nürnberg anzunehmen. Die Anwesenden stellten sich einmütig hinter das Anliegen der Nürnberger.
In einem Antrag wird das Bayerische Sozialministerium aufgefordert, dringend in der Altenpflege, analog der Krankenpflegeausbildung, eine Umlagefinanzierung einzuführen, an der sich alle Einrichtungen der Altenhilfe und –pflege gleichmäßig zu beteiligen haben. In einem weiteren Antrag wird das Bayerische Kultusministerium aufgefordert, den Schulgeldausgleich in der Altenpflege in Höhe von 200 Euro im anstehenden Schuljahr weiter zu zahlen. Die vorgesehene Kürzung soll umgehend zurück genommen werde.
gez. Dietrich Vogel, Vorsitzender

